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Einspeisemanagement

Durch eine stetig wachsende Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen, wird immer mehr Strom in die Elektrizitätsversorgungsnetze eingespeist. Durch diese Einspeisung, die sehr unregelmäßig aufgrund der Wetterbedingungen (Wind, Sonne) sein kann, wird die Systemstabilität der Stromnetze beeinflusst. Um diese Stabilität weiterhin zu gewährleisten, müssen die Erzeugungsanlagen je nach Größe steuerbar bzw. die Wirkleistungseinspeisung begrenzbar sein.

Daher hat der Gesetzgeber im EEG technische Vorgaben für EEG-Anlagen und große KWK-Anlagen formuliert, die durch den Anlagenbetreiber eingehalten werden müssen. Dadurch sind die Netzbetreiber in der Lage und auch verpflichtet durch Ergreifung der vorgegebenen Maßnahmen, die Netzstabilität wiederherzustellen.

Die konkret von Ihnen zu erfüllenden Anforderungen sind dabei abhängig von der Größe und dem Inbetriebnahmedatum der Anlage.

Für ab 2021 neu in Betrieb genommene EEG- und KWKG-Anlagen gelten folgende Leistungsschwellen:

Bei PV-Anlagen bis 25 kWp muss der Anlagenbetreiber zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen. Welche Variante für Sie vorteilhaft ist, besprechen Sie bitte mit dem Errichter der Anlage, da diese standort-, anlagen- und wechselrichterabhängig ist.

  1. Begrenzung der Wirkleistung auf 70 % der installierten Leistung

    Durch eine bestimmte Einstellung am Wechselrichter wird die Leistung der Anlage auf 70 % der installierten Leistung begrenzt, d. h. in den Fällen, in denen die Anlage mehr als 70 % der Generatorleistung erbringt, wird diese Menge nicht ins Netz eingespeist. Dadurch werden die „Spitzen“ der Stromerzeugung deutschlandweit reduziert. Diese Einstellung wird einmalig durch den Elektroinstallateur vorgenommen und produziert keine Folgekosten. Ein weiteres Eingreifen des Netzbetreibers (z.B. Abschaltung im Extremfall) ist nicht möglich.

    In diesem Fall ist es ausreichend, wenn dies im Inbetriebnahmeprotokoll der Anlage vermerkt ist, dass Sie oder der Errichter uns nach der Inbetriebnahme zusenden .

  2. Technische Einrichtung zur Reduzierung der Einspeiseleistung
    Durch den Einbau eines Funk-Rundsteuer-Empfängers (FRE) kann die Dortmunder Netz GmbH im Bedarfsfall auf die Photovoltaikanlage zugreifen und die Einspeiseleistung ferngesteuert reduzieren, d.h. die Einspeiseleistung würde nicht wie bei Variante 1 im Vorfeld reduziert werden. Der FRE ist vom Anlagenbetreiber bei uns zu erwerben und wird vom Elektroinstallateur eingebaut. Nach der Montage bestätigt der Elektroinstallateur uns, dass der Einbau ordnungsgemäß erfolgt ist und das Antennensignal ausreichend ist. Zusätzlich zu den Anschaffungskosten muss der Anlagenbetreiber eine jährliche Lizenzgebühr für die Bereithaltung der Funkfrequenz entrichten. Die aktuellen Preise sind diesem Antragsformular zu sehen, mit dem Sie den FRE bei uns bestellen können.

    Für die Inbetriebsetzung des FREs benötigen wir noch das Formular "Bestätigung des Anlagenbetreibers zur Inbetriebsetzung des Einspeisemanagements mittels Funk-Rundsteuer-Empfänger (PDF)" ausgefüllt zurück.

    Die technischen Informationen finden Sie im "Technischen Datenblatt EK 693 695" und in den "Informationen zum Einbau eines FRE bei der Dortmunder Netz GmbH".

 

Laut Erneuerbare Energien Gesetz müssen aber alle Einspeiseanlagen grundsätzlich verschiedene technische Vorgaben erfüllen. Maßgeblich für die Ermittlung der jeweils geltenden Pflichten zur Fernsteuerung und zur Abrufung der Ist-Einspeisung der Anlagen (ggf. über ein Smart-Meter-Gateway)  ist nach dem EEG 2021 die installierte Leistung der Photovoltaikanlage und das Datum der Bekanntgabe des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wonach die technische Möglichkeit für die Ausstattung mit einem intelligenten Messsystem nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) für die entsprechende Einbaugruppe besteht (sogenannte BSI-Markterklärung) bzw. das Datum des Einbaus eines intelligenten Messsystems (iMSys).

Bei Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 kWp bis höchstens 25 kWp, die vor der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns nach dem Einbau eines iMSys ermöglichen, die Ist-Einspeisung Ihrer Anlage über ein Smart-Meter-Gateway abzurufen. 

Bei Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 kWp bis höchstens 25 kWp, die nach der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns ermöglichen, die Ist-Einspeisung Ihrer Anlage über ein Smart-Meter-Gateway abzurufen.

Bei Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 7 kWp bleibt es auch nach der BSI-Markterklärung dabei, dass Sie zwischen einer dauerhaften Reduzierung der Wirkleistung auf 70 % und der Installation eines Funkrundsteuergeräts entscheiden dürfen.

Keine Wahlmöglichkeit bei EEG- und KWKG-Anlagen mit steuerbarer Verbrauchseinrichtung 

Für Anlagen, die hinter einem Netzanschluss betrieben werden, hinter dem auch mindestens eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG betrieben wird, gelten unterschiedliche technische Vorgaben. Bei diesen Anlagen (egal von welcher Größe), die nach der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns ermöglichen, die Ist-Einspeisung Ihrer Anlage über ein Smart-Meter-Gateway abzurufen und die Einspeiseleistung Ihrer Anlage stufenweise oder, sobald die technische Möglichkeit besteht, stufenlos fernzusteuern.

Alle Anlagen größer als 25 kW(p) müssen nach dem EEG durch den Netzbetreiber ferngesteuert reduziert werden können.

Bei EEG- und KWK-Anlagen von mehr als 25 kW(p), die vor der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns ermöglichen, die Einspeiseleistung Ihrer Anlage ganz oder teilweise fernzusteuern.

Laut Erneuerbare Energien Gesetz müssen grundsätzlich aber alle Einspeiseanlagen verschiedene technische Vorgaben erfüllen. Maßgeblich für die Ermittlung der jeweils geltenden Pflichten zur Fernsteuerung und zur Abrufung der Ist-Einspeisung der Anlagen (ggf. über ein Smart-Meter-Gateway)  ist nach dem EEG 2021 die installierte Leistung der Anlage und das Datum der Bekanntgabe des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wonach die technische Möglichkeit für die Ausstattung mit einem intelligenten Messsystem nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) für die entsprechende Einbaugruppe besteht (sogenannte BSI-Markterklärung) bzw. das Datum des Einbaus eines intelligenten Messsystems (iMSys)

Bei EEG- und KWK-Anlagen von mehr als 25 kW(p), die nach der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns ermöglichen, die Ist-Einspeisung Ihrer Anlage über ein Smart-Meter-Gateway abzurufen und die Einspeiseleistung Ihrer Anlage stufenweise oder, sobald die technische Möglichkeit besteht, stufenlos über das Smart-Meter-Gateway fernzusteuern.

Bei EEG- und KWK-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 25 kWp, die vor der BSI-Markterklärung in Betrieb genommen werden, müssen Sie als Anlagenbetreiber uns nach dem Einbau eines iMSys ermöglichen, die Ist-Einspeisung Ihrer Anlage über ein Smart-Meter-Gateway abzurufen und die Einspeiseleistung Ihrer Anlage stufenweise oder, sobald die technische Möglichkeit besteht, stufenlos fernzusteuern.

 

Für die Umsetzung der stufenweisen Regelung verwendet die Dortmunder Netz GmbH die sog. Fernwirktechnik, d. h. eine eventuell notwendige Reduzierung wird über eine Funkschnittstelle per Modem übertragen. Weitere Einzelheiten und die Parameterwerte, die für die Schnittstelle bereitgestellt werden müssen, finden Sie in unseren "Fernwirktechnische Anforderungen". 

Für den Einbau der Fernwirktechnik beauftragen Sie bitte einen Dienstleister.

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