Close

Einspeisemanagement

Durch eine stetig wachsende Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen, wird immer mehr Strom in die Elektrizitätsversorgungsnetze eingespeist. Durch diese Einspeisung, die sehr unregelmäßig aufgrund der Wetterbedingungen (Wind, Sonne) sein kann, wird die Systemstabilität der Stromnetze beeinflusst. Um diese Stabilität weiterhin zu gewährleisten, müssen die Erzeugungsanlagen je nach Größe steuerbar bzw. die Wirkleistungseinspeisung begrenzbar sein.

Daher hat der Gesetzgeber im EEG technische Vorgaben für EEG-Anlagen und große KWK-Anlagen formuliert, die durch den Anlagenbetreiber eingehalten werden müssen. Dadurch sind die Netzbetreiber in der Lage und auch verpflichtet durch Ergreifung der vorgegebenen Maßnahmen, die Netzstabilität wiederherzustellen.

Die konkret von Ihnen zu erfüllenden Anforderungen sind dabei abhängig von der Anlagengröße:

Bei Anlagen bis 30 kWp muss der Anlagenbetreiber zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen. Welche Variante für Sie vorteilhaft ist, besprechen Sie bitte mit dem Errichter der Anlage, da diese standort-, anlagen- und wechselrichterabhängig ist.

  1. Begrenzung der Wirkleistung auf 70 % der installierten Leistung

    Durch eine bestimmte Einstellung am Wechselrichter wird die Leistung der Anlage auf 70 % der installierten Leistung begrenzt, d. h. in den Fällen, in denen die Anlage mehr als 70 % der Generatorleistung erbringt, wird diese Menge nicht ins Netz eingespeist. Dadurch werden die „Spitzen“ der Stromerzeugung deutschlandweit reduziert. Diese Einstellung wird einmalig durch den Elektroinstallateur vorgenommen und produziert keine Folgekosten. Ein weiteres Eingreifen des Netzbetreibers (z.B. Abschaltung im Extremfall) ist nicht möglich.

    In diesem Fall ist es ausreichend, wenn dies im Inbetriebnahmeprotokoll der Anlage vermerkt ist, dass Sie oder der Errichter uns nach der Inbetriebnahme zusenden .

  2. Technische Einrichtung zur Reduzierung der Einspeiseleistung
    Durch den Einbau eines Funk-Rundsteuer-Empfängers (FRE) kann die Dortmunder Netz GmbH im Bedarfsfall auf die Photovoltaikanlage zugreifen und die Einspeiseleistung ferngesteuert reduzieren, d.h. die Einspeiseleistung würde nicht wie bei Variante 1 im Vorfeld reduziert werden. Der FRE ist vom Anlagenbetreiber bei uns zu erwerben und wird vom Elektroinstallateur eingebaut. Nach der Montage bestätigt der Elektroinstallateur uns, dass der Einbau ordnungsgemäß erfolgt ist und das Antennensignal ausreichend ist. Zusätzlich zu den Anschaffungskosten muss der Anlagenbetreiber eine jährliche Lizenzgebühr für die Bereithaltung der Funkfrequenz entrichten. Die aktuellen Preise sind im folgenden Antragsformular zu sehen, mit dem Sie den FRE bei uns bestellen können.

    Für die Inbetriebsetzung des FREs benötigen wir noch das Formular "Bestätigung des Anlagenbetreibers zur Inbetriebsetzung des Einspeisemanagements mittels Funk-Rundsteuer-Empfänger (PDF)".

    Die technischen Informationen finden Sie im "Technischen Datenblatt EK 693 695 (PDF)" und in den "Informationen zum Einbau eines FRE bei der Dortmunder Netz GmbH (PDF)".

Bei Anlagen in diesem Größenbereich ist zwingend ein Funk-Rundsteuer-Empfänger (FRE) einzubauen, der es der Dortmunder Netz GmbH im Bedarfsfall ermöglicht, auf die Photovoltaikanlage zuzugreifen und die Einspeiseleistung ferngesteuert zu reduzieren. Der FRE ist vom Anlagenbetreiber bei uns zu erwerben und wird vom Elektroinstallateur eingebaut. Nach der Montage bestätigt dieser, dass der Einbau ordnungsgemäß erfolgt ist und das Antennensignal ausreichend ist. Zusätzlich zu den Anschaffungskosten muss der Anlagenbetreiber eine jährliche Lizenzgebühr für die Bereithaltung der Funkfrequenz entrichten. Die aktuellen Preise sind im folgenden Antragsformular zu sehen, mit dem Sie den FRE bei uns bestellen können.

Für die Inbetriebsetzung des FREs benötigen wir noch das Formular "Bestätigung des Anlagenbetreibers zur Inbetriebsetzung des Einspeisemanagements mittels Funk-Rundsteuer-Empfänger (PDF)".

Die technischen Informationen finden Sie im "Technischen Datenblatt EK 693 695 (PDF)" und in den "Informationen zum Einbau eines FRE bei der Dortmunder Netz GmbH (PDF)".

Alle Anlagen größer als 100 kW müssen nach dem EEG durch den Netzbetreiber ferngesteuert reduziert werden können. Auch muss die Ist-Einspeisung jederzeit abrufbar sein. Für die Ermittlung der Ist-Einspeisung wird eine registrierende Lastgangmessung eingebaut.
Für die Umsetzung der stufenweisen Regelung verwendet die Dortmunder Netz GmbH die sog. Fernwirktechnik, d. h. eine eventuell notwendige Reduzierung wird über eine Funkschnittstelle per Modem übertragen. Weitere Einzelheiten und die Parameterwerte, die für die Schnittstelle bereitgestellt werden müssen, finden Sie in "Fernwirktechnische Anforderungen (PDF)" bei den Downloads.

Für den Einbau der Fernwirktechnik beauftragen Sie bitte einen Dienstleister.

Download
Top