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EEG-Umlage sinkt ab 01. Juli 2022 auf 0 Cent

Durch das Gesetz zur Absenkung der Kostenbelastungen durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher verringert sich die EEG-Umlage ab dem 01.07.2022 von bislang 3,72 ct/kWh auf 0 ct/kWh. Dies betrifft auch die EEG-Umlage auf den zur Eigenversorgung genutzten Selbstverbrauch der Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen.

Bei nicht fernauslesbaren Zählern wird DONETZ eine systemseitige Abgrenzung des selbst verbrauchten Stroms zum 30.06.2022 vornehmen. Sie brauchen somit nichts zu veranlassen, sondern erhalten wie gewohnt zum Jahresende 2022 Ablesekarten von uns. Wenn Sie uns dennoch Zählerstände zum 30.06.2022 mitteilen möchten, bitten wir Sie, den Zählerstand Ihrer Einspeiseanlage zum 30.06.2022 hier online über unseren Chatbot einzugeben.

Abweichend davon ist in den Fällen von § 61c EEG (Verringerung der EEG-Umlage bei hocheffizienten KWK-Anlagen) und § 61l EEG (Saldierung bei Stromspeichern sowie Erzeugung von Speichergasen), die eine Jahresbetrachtung erfordern, nach § 60 Abs. 1b EEG 2021 n.F. für das ganze Jahr 2022 eine Rechengröße in Form einer kalkulatorischen Gesamtjahresumlage zugrunde zu legen. Diese ergibt sich aus dem Durchschnittswert des EEG-Umlagesatzes für das erste Halbjahr 2022 (3,723 ct/kWh) und des gesetzlich festgelegten EEG-Umlagesatzes für das zweite Halbjahr 2022 (0,000 ct/kWh) und beträgt somit 1,8615 ct/kWh. Von daher entfallen bestehende Meldepflichten im Jahr 2023 bezogen auf das Jahr 2022 nicht.

Für weitere Fragen zur Abwicklung bzgl. der Sachverhalte der kalkulatorischen EEG-Umlage verweisen wir auf die BDEW-Anwendungshilfe.


Wichtig: Wir empfehlen allen Anlagenbetreibern, nicht aufgrund der EEG-Umlagesenkung Ihren Erzeugungszähler auszubauen. Es bleibt abzuwarten, in welchen Fällen eine separate Erfassung für weitere Privilegierungen erforderlich ist, bspw. aufgrund der vom Gesetzgeber verabschiedeten und nun von der EU-Kommission beihilferechtlich zu genehmigenden Gesetzgebung im Rahmen der Osternovelle oder später folgenden Gesetzesänderungen.

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